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Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung
Beitragsinhalt
Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung
Den Lebensabend im Visier
Betreuungsverfügung oder Vorsorgevollmacht?
Wen soll ich bevollmächtigen?
Umfang der Vollmacht
Betreuungsverfügung
Vorsorgevollmacht beim Notar
Registrierung der Vollmacht
Kosten einer Vorsorgevollmacht
Patientenverfügung
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Betreuungsverfügung oder Vorsorgevollmacht?

Frage:
Wenn ich selbst dazu nicht mehr in der Lage bin, soll meine Ehefrau meine Angelegenheiten regeln. Braucht sie dazu überhaupt eine Vollmacht?

Antwort:
Die Ehefrau, die Kinder oder andere Angehörige sind nicht automatisch zuständig. Wenn Sie Ihre Angelegenheiten selbst nicht mehr besorgen können, wird daher das Betreuungsgericht einen Betreuer bestellen müssen.

Das Gericht wird vorrangig diejenige Person zum Betreuer bestellen, die Sie selbst vorschlagen. Diesen Vorschlag nennt man Betreuungsverfügung. Wenn Sie aber dazu nicht mehr in der Lage sind und auch vorher keinen Betreuer benannt haben, muss das Gericht die Auswahl treffen. Dabei ist zwar auch auf die familiären Bindungen Rücksicht zu nehmen; es ist jedoch keineswegs sicher, dass tatsächlich Ihre Gattin zur Betreuerin bestellt wird.

Wenn Sie eine amtliche Betreuung (auch durch Ihre Ehefrau) also vollständig verhindern wollen, sollten Sie Ihrer Gattin eine umfassende Vollmacht erteilen. Denn nur dann wird sie nicht vom Betreuungsgericht beauftragt und ist dort auch keine Rechenschaft schuldig. Nur wer ausdrücklich den amtlich bestellten Betreuer und die damit verbundene gerichtliche Kontrolle wünscht, aber die Auswahl nicht dem Gericht überlassen will, sollte eine Betreuungsverfügung treffen.



 

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