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Adoption
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Das Adoptionsverfahren

a) Einleitung des Verfahrens durch einen notariell beurkundeten Adoptionsantrag

Das Adoptionsverfahren wird eingeleitet durch einen Antrag des Annehmenden. Der Antrag bedarf der notariellen Beurkundung und muss beim örtlich zuständigen Familiengericht eingereicht werden. Der erste Schritt ist daher der Gang zum Notar, der mit den Parteien die Voraussetzungen der Adoption bespricht und die Beurkundung des Adoptionsantrags vornimmt. Die Einreichung des Antrags beim Familiengericht kann der Annehmende selbst vornehmen; er kann aber auch (was in der Praxis häufig geschieht) den Notar damit beauftragen.

b) Das Adoptionsverfahren vor dem Familiengericht

Mit der Beurkundung des Adoptionsantrags bzw. der Einreichung des Antrags beim Familiengericht ist die Tätigkeit des Notars im Adoptionsverfahren abgeschlossen. Der Notar ist nicht - wie ein Rechtsanwalt - ein rechtlicher Vertreter in einem gerichtlichen Verfahren. Das Gericht hat den Annehmenden und das Kind persönlich anzuhören; andere Beteiligte sollen angehört werden. Von der Anhörung eines minderjährigen Beteiligten kann abgesehen werden, wenn Nachteile für seine Entwicklung, Erziehung oder Gesundheit zu befürchten sind oder wenn wegen des geringen Alters von einer Anhörung eine Aufklärung nicht zu erwarten ist.

Das Familiengericht muss eine fachliche Äußerung der Adoptionsvermittlungsstelle oder des Jugendamtes einholen oder zumindest das Jugendamt anhören.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind und alle Einwilligungen dem Gericht vorliegen, spricht dieses die Adoption durch Beschluss aus. Mit der Rechtskraft des Beschlusses ist die Adoption wirksam geworden. Das Familiengericht übermittelt eine Abschrift des Adoptionsbeschlusses an das Standesamt des Geburtsortes des Kindes, welches das Geburtenregister ergänzt.



 

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